Unterboden aus Holz verlegen

Ein sauberer Unterboden, der für alle Arten Bodenbeläge geeignet ist, besteht aus hölzernen Verlegeplatten. Ein Unterboden aus Holz empfiehlt sich zum Beispiel, wenn ein unebener alter Boden aus Holz oder Beton belassen werden soll und darauf ein neuer Belag (Teppich, Kork, Linoleum) verklebt werden soll. Vor Beginn der eigentlichen Verlegearbeiten sollte vorab geklärt werden, ob durch die Erhöhung des Bodens Probleme beim Öffnen und Schließen der Tür ergeben könnten? Den stabilsten Untergrund gewährleistet eine schwimmende Verlegung von Platten die eine Dicke von 19-22 mm aufweisen. Diese besitzen auch den Vorteil, dass dadurch kleinere Unebenheiten im Untergrund ausgeglichen werden können. Für diesen Einsatz werden speziell dafür geeignete Verlegeplatten eingesetzt, diese sind rundum mit Nut und Feder ausgestattet und können miteinander problemlos verneint werden. Aber auch dünne Unterlagen sorgen für eine bessere Trittschalldämmung und gleichen minimale Unebenheiten aus. Solche Platten zum verlegen können als Spannplatten erworben werden. Empfehlenswerte Produkte sind Platten der Emissionsklasse E1, diese sind besonders umweltfreundlich. Es gibt aber auch für den Unterboden geeignete Holzfaserplatten mit natürlichen Bindemitteln.

Benötigtes Material und Werkzeug

Span- oder Holzfaserplatten mit Nut und Feder, geeignete Holzleim. Werkzeuge: Zollstock, Bleistift, Gummihammer, Stichsäge und Schleifgerät.

Vorgehensweise

• Die Verlegeplatten werden mit geeignetem Holzleim untereinander verleimt. An den Rändern muss rund um eine Dehnungsfuge von etwa 10 mm vorgesehen werden. Am besten man sichert sich diesen

Abstand bei der ersten Plattenreihe durch entsprechende Holzkeile. Dabei die erste Plattenreihe so verlegen, dass die Federseite zur Wand zeigt, da die Platten mit einem Gummihammer

zusammengeschlagen werden müssen und die Feder besonders empfindlich ist. Bei der ersten Platte muss die Feder mit einer Stichsäge abgetrennt werden, damit ein sauberer Wandabschluss

entsteht.

• Die ideale Verbindung wird erreicht, wenn der Holzleim aus der Flasche im unteren Bereich der Nut und im oberen Bereich der Feder aufgetragen wird.

• Das Zusammentreiben der Platten wird mittels Gummihammer vorsichtig ausgeführt, damit an den Kanten keine Beschädigungen entstehen. Zuerst die kürzeren Seiten zusammen treiben, danach

längere Zeiten, das vereinfacht die Sache.

• Eine Leimwulst zeigt auf, dass überall eine gute Vernetzung vorhanden ist. Am Ende der fällige Reihen sollten passende Stücke zugeschnitten werden, diese werden am Rand mit eingepresst, das

geschieht am besten mit einem Flachmeißel. Das übrig gebliebene Reststück wird auf der gegenüberliegenden Seite wieder als Anfangsstück verwendet.

• Dickere Platten gleichen zwei der Regel Unebenheiten des Bodens aus, trotzdem sollten an eventuellen hohlen Stellen Unterlagsstreifen eingelegt werden, das verhindert ein späteres

Durchbiegen.

• Auch der am Ende der Arbeiten unvermeidlich ihre Streifen kann mithilfe eines flachen Meißels eingepresst werden. Die Fläche sollte bis zum Verbinden des Klebers auf keinen Fall begangen werden, idealerweise erst am nächsten Tag.